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Multiple Chemikalien-Unverträglichkeit (MCS)

Menschen, die an der multiplen Chemikalien-Unverträglichkeit (Multiple Chemical Sensitivity MCS) erkrankt sind, reagieren auf geringste Konzentrationen von Chemikalien mit körperlichen Beschwerden. Das beginnt bei Haut- und Atemwegproblemen und geht über Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen bis zu Gefühlsstörungen und chronischer Erschöpfung.

Stigmatisierung und Isolierung
In der Schweiz sind schätzungsweise rund 5000 Menschen betroffen. Aufgrund ihrer ausseror-dentlichen Empfindlichkeit auf Desinfektionsmittel, Duftstoffe, Waschmittel, Wohngifte, Feinstaub, Zigarettenrauch, Abgase und Schwermetalle wie Amalgan und Blei zeigen sie nicht nur körperliche Symptome. Viele der MCS-Kranken leiden auch psychisch unter den Folgen ihrer Stigmatisierung - sowohl in Beruf wie auch im privaten Umfeld. Das geht so weit, dass viele Ehen und Partnerschaften scheitern. Den Betroffenen bleibt oft nur noch der Rückzug in die Isolation.

Wenig Anerkennung und Unterstützung
MCS ist in der Schweiz im Gegensatz zu den USA in Medizin, Politik und Gesellschaft leider noch wenig anerkannt. Die Betroffenen haben sich deshalb zur Selbsthilfeorganisation MCS-Liga Schweiz (www.mcs-liga.ch), zusammengeschlossen, die für die Anerkennung und Rechte der MCS-Kranken kämpft.